Derzeit habe ich keine Welpen.


Noch ein mahnendes Wort...............

 

 

Ich möchte an dieser Stelle noch ein mahnendes Wort an jeden Einzelnen von euch einlegen,
der mit dem Gedanken spielt, sich einen Dobermann-Welpen (oder irgendein anderes Tier) zu kaufen: überlegt bitte vorher gut, was ihr tut!


Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass viele Entscheidungen für die Anschaffung eines Tieres nicht wirklich durchdacht und sinnvoll in die Wege geleitet wurden. Vor allem Welpen wirken immer alle unglaublich „niedlich“und haben eine magische Anziehungskraft auf uns Menschen.


Aber auch der niedlichste Welpe wird irgendwann groß. Was dann?
Viele Welpenkäufer stellen leider erst ein paar Monate später fest, dass ein Hund Zeit, Geld und seinem Wesen entsprechende Erziehung verlangt.


Dreck macht er auch noch, und haaren und bellen tut er sowieso.
Oder aber er entspricht nicht ihren Erwartungen, ist zu lebhaft, zu ruhig, zu groß, zu klein, zu dunkel oder zu hell geworden, oder er ist ganz einfach nur da.

Die Vorstellungen von einem stillen, fast nicht merkbaren „Mitläufer“, der sein Leben brav im Körbchen fristet, oder aber von einem vorzeigbaren Prestigeobjekt, einem Schönheitschampion, einem Leistungssieger,
einem Spitzen-Wachhund oder einem „Kommissar Rex“ wie aus dem Bilderbuch zerplatzen wie eine Seifenblase,
denn dieser vierbeinige Familienzuwachs ist ganz anders und ganz individuell in Form und Charakter geworden
und kümmert sich nicht darum, was sich sein Besitzer im Detail vorgestellt hat.


Glaubt ihr mir nicht? - Der Beweis sind übervolle Tierheime und Nothilfe-Organisationen für Tiere.

Auch ich habe diese Erfahrung leider schon mehrmals gemacht: die meisten Hunde, die ich zurückholen oder weiter vermitteln musste, waren nicht wirklich "Notfälle",
sondern die meisten büßen für eine spontane (Kauf-)Laune, für nichterfüllte, überzogene Vorstellungen,
oder für das Unvermögen von uns Menschen, ein Tier artgerecht zu halten und zu erziehen.

Den Preis zahlt leider immer das Tier.

Zum Glück sind meine Hunde immer bei anderen Besitzern wunderbar untergekommen. Diesen Leuten bin ich sehr dankbar, dass sie auch einem älteren Tier diese Chance gegeben haben und die Hunde jetzt glücklich sind.


Sollte nun der eine oder andere lieber doch von einem Welpenkauf Abstand nehmen, wäre ich ihm nicht böse.

Im Gegenteil.


Denn er zeigt in diesem Moment mehr Verantwortung für so ein Tier als derjenige Käufer, der sich nicht klar ist darüber, was er sich mit einem Welpen ins Haus holt, denn er erspart ihm dadurch die Erfahrung, weitergereicht zu werden und sein Zuhause zu verlieren.

Antoine de Saint-Exupéry hat es mit diesem Bonmot auf den Punkt gebracht,und daran sollte man vor der Anschaffung eines Tieres immer denken:

 

 „Du bist zeitlebens dafür verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast.“